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Wertanlage
Die Frage "Sind Orientteppiche eine Wertanlage?" kann
grundsätzlich mit JA beantwortet werden. Dieses "JA" darf
nur langfristig und nicht spekulativ verstanden werden. Der Wert ist
abhängig von Alter, Zustand, Qualität, Seltenheit und künstlerischem
Ausdruck des Teppichs, sowie von der internationalen Marktlage.
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Begriff Perserteppich
Dieser Allgemein-Begriff darf heute nur für Teppiche iranischen
Ursprungs verwendet werden. Alle anderen Produkte fallen unter den
Begriff Orientteppiche. |
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Pflege
und Reparatur
Je mehr Sie sich um Ihren Teppich kümmern, desto länger werden Sie
sich an ihm erfreuen. Setzen Sie Ihren Teppich nur einer seiner
Qualität entsprechenden Beanspruchung aus. Hier ist die Beratung
des Fachmanns besonders effizient. |

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Saugen
Sie so wenig als möglich (ein- bis zweimal die Woche) und dann
nicht mit der Bürste, sondern besser mit dem glatten Teil. Die
sogenannten Teppichkehrer sollten weiche Bürsten haben. |

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Klopfen ist kaum öfter als ein- bis zweimal jährlich notwendig.
Moderne Klopfsauger sollten äußerst spärlich verwendet werden.
Alte Teppiche jedoch nie über eine Klopfstange klopfen. |

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Die
Wolle des Orientteppichs braucht regelmäßig Fett und Lanolin.
Diese erhält sie durch die fachgerechte Wäsche. Lassen Sie daher
Ihre Teppiche, je nach Beanspruchung, alle acht bis zehn Jahre von
einem qualifizierten Fachunternehmen klopfen und reinigen, am besten
waschen. Üblicherweise sind die Kosten dafür unerheblich.
Sauberkeit, frischer Glanz und Farbenfreudigkeit sind eine angenehme
Entschädigung dafür. |

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Etwaige Beschädigungen am Teppich sollten Sie möglichst umgehend
von einer Fachwerkstätte beheben lassen. Ränder und Fransenenden
unterliegen einer besonderen Beanspruchung. Falten und eingerollte Ränder
sollten raschest behoben werden. Das Spannen, Abnähen und Unternähen
der Ränder eines Orientteppichs sind kleine, nicht teure
Reparaturen und verhindern größere Beschädigungen.
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Vermeiden Sie Blumentöpfe direkt auf den Teppich zu stellen. Sie für
die nötige Durchlüftung zwischen Topf und Teppich, denn ständige
Feuchtigkeit lässt den Teppich schnell morsch werden und ein großes
Loch ist die Folge.
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Den
Motten schmeckt Ihr Teppich am besten im Dunkeln und bei Ruhe.
Begehen Sie daher Ihre guten Stücke. Eingerollte Teppiche unbedingt
mit Mottenkugeln oder Mottenstreifen versehen, aufbewahren und
gelegentlich aufrollen und kontrollieren. Wandteppiche ebenfalls mit
Mottenstreifen versehen und monatlich bürsten. Achten Sie bei
aufgelegten Stücken auf jene Stellen, welche unter Kästen, Truhen
und Sitzbänken zu liegen kommen.
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Ist
Ihr Teppich leicht verschmutzt, können Sie seine Farben durch
Abreiben (in Florrichtung) mit einem weichen Tuch - das Sie in
lauwarmes Wasser, versetzt mit etwas Essig und Spülmittel tauchen -
wieder aufhellen. Verwenden Sie keinesfalls das alte Hausmittel
Sauerkraut. Dadurch entstehen Flecken.
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Alte
und antike Teppiche und solche mit leichter und lockerer Struktur
sollten mit einer trittdämpfenden Unterlage versehen werden. Diese
schont den Teppich (bei Marmor, Fliesen und Holzböden) und
verhindert das Verrutschen. |
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"Kein Kauf
ohne Vertrauen!" |

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Ursprünge
Beim Orientteppich unterscheidet man prinzipiell nach
klassischen und nicht klassischen Ursprungsländern. Unter
klassischen bzw. traditionellen Ursprungsländern versteht man: Türkei,
Iran, Afghanistan, Kaukassusgebiet, China
Unter nicht klassischen oder neuen Ursprungsländern versteht man:
Indien, Pakistan, Tibet, Nepal, Vietnam; nordafrikanische Länder
wie Tunesien, Marokko, Ägypten; Balkanländer wie Rumänien,
Bulgarien, Albanien, Jugoslawien, Ungarn u.a. |

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Namen
Die Namensgebung beim klassischen Orientteppich erfolgt nach dem
jeweiligen Sammelplatz, nach Volksgruppen, Landstrichen sowie nach
Stadt- und Ortsnamen oder aber nach einer Manufaktur. Die nicht
klassischen Länder bedienen sich bei ihren Nachknüpfungen der
Namen der jeweiligen klassischen Originale. |
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Manufaktur- und Nomadenteppich
Die Nomaden- und Bauernteppiche, welche ausschließlich im Heim
(Zelt und Haus) des Erzeugers geknüpft werden, unterscheiden sich
sehr wesentlich von den sogenannten Manufakturteppichen. Die
auffallendsten Unterschiede sind das kleinere Format (Herstellung
auf transportablen Knüpfstühlen), Unregelmäßigkeiten des Musters
und der Ränder sowie geringere Knotendichte. Als Material für das
Grundgewebe wird von Nomaden zusätzlich zur Schurwolle auch
Ziegenhaar verwendet. Bei Manufakturteppichen hingegen wird dafür
Baumwolle und Seide verwendet. |
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Knoten
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Knotenarten, nämlich den
Gördes- (symmetrisch) und den Sennehknoten (asymmetrisch), wobei
beide Knotenarten in allen Produktionsländern Verwendung finden. |
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Gördes-, türkischer-
oder symmetrischer Knoten |
Senneh-, persischer- oder
asymmetrischer Knoten |

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Material
Das Material eines jeden handgeknüpften Teppichs, egal welchen
Ursprungs, ist im allgemeinen Schurwolle. Kette und Schuss können
sowohl aus Baumwolle als auch aus Schafwolle oder Seide sein. Bei
den Nomadenteppichen wird auch Ziegen- und Kamelhaar verwendet. Bei
Seidenteppichen ist der Flor aus Naturseide, für Kette und Schuss
werden Baumwolle oder Seide verwendet. Es ist nicht alles reine
Seide was glänzt, es gibt auch Kunstseide. |
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Farben
Hier unterscheidet man zwischen synthetischen und organischen
Farben. Synthetische Farben findet man bei den handgeknüpften
Teppichen hauptsächlich ab der Jahrhundertwende. Heute werden fast
ausschließlich sogenannte Chromfarben von hochwertiger Qualität
verwendet. Organische Farben findet man bei alten und antiken, sowie
Nomadenteppichen bzw. bei Neuversuchen in der Türkei. |

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Lichtechtheit
Generelle Lichtechtheit ist bei keinem Teppich gegeben. Als
Grundregel gilt: je höher die Qualität, umso größer die
Wahrscheinlichkeit der Lichtechtheit. Die heutigen hochwertigen
Chromfarben verringern das Risiko des Ausbleichens und
Auslaufens der Farben bei der Wäsche auf ein Minimum. Grundregel:
extreme Sonnenbestrahlung, verstärkt durch Spiegelung, erhöht das
Risiko des Ausbleichens. |
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Wussten Sie eigentlich, dass ein Teppich früher eine
äußerst wertvolle Mitgift bei einer Hochzeit war?
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Oder wussten Sie,
dass
jeder einzelnen Zeichnung, jeder Farbgebung eines Teppichs eine ganz
bestimmte Bedeutung zugeordnet worden ist? So soll zum Beispiel die Farbe
Grün einer jungen Ehe Glück bringen. Und mit jedem Lebensbaum, der
Abbildung von Menschen, Tieren oder einem Paradiesmuster wird ein kleiner
Teil der Kultur und des Lebens der jeweiligen Region in die einzelnen
Teppiche eingearbeitet. |

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Asker Günes, Gründer der Firma KAUKAS, weiß über jede dieser
Einzelheiten genau Bescheid. Er lernte die Welt der Teppiche bereits von
Kindesbeinen an kennen und wuchs mit der uralten Geschichte des
Teppichknüpfens auf. Seit über 60 Jahren wird der Teppichhandel in der
Familie Günes nach alter Tradition von Generation zu Generation
weitergegeben. |

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Großvater Hassan Günes zog mit Pferden und Kamelen über das kaukasische
Gebiet, um seine Ware in den Basaren von Täbris (Iran) und Kars
(Türkei) feilzubieten. Die Qualität sprach für sich, das Geschäft
florierte, und so konnte er nur wenig später die Kamele gegen einen
Traktor eintauschen. |

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Bald darauf schickte Großvater Günes seinen Sohn, Fahri
Günes, nach
Wien, um hier die Familientradition fortzuführen.
Und bereits 1976 durfte sich die Firma Günes Ges.m.b.H. über ihr erstes
Verkaufslokal in der Rotenturmstraße in der Wiener Innenstadt erfreuen.
Der Familientradition folgend, gründete Fahris Sohn Asker Günes 1980
seine eigene Firma: KAUKAS-Orientteppiche. |
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Jedes einzelne Stück
ist für ihn ein Kunstwerk für sich. Persönlich bürgt er für die
außergewöhnliche Qualität der Teppiche und hofft, dass seine beiden
Söhne ihrerseits in ein paar Jahren das Werk der Generationen fortsetzen
werden. |

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Bodenschätze - Orientalische Kostbarkeiten
Der Euro kommt. Und viele sind über die monetären Veränderungen
verunsichert. All jenen, die sich in sichere, ruhigere und angenehmere
Vermögensgefilde zurückziehen möchten, bietet sich eine lohnende
Alternative: der alte und antike Teppich. "Aber Teppiche sind doch
keine Wertanlage", werden manche einwenden. Im Rückblick gesehen,
waren gewiss nicht alle Teppiche eine Wertanlage. Viele Teppicharten sind
billiger geworden. Allerdings ist das Gros der antiken und alten Teppiche
- wie viele andere Antiquitäten allgemein - in den letzten Jahrzehnten
seltener, begehrter und damit kostbarer und wertvoller geworden. Außerdem
haben Teppiche noch einen anderen unverkennbaren Vorteil: Neben ihrer
Schönheit und ästhetischen Ausstrahlung sind sie Gegenstände der
gehobenen Einrichtung. Sie sind also Wertanlage und tägliche Freude
zugleich. Die zwei Beispiele zeigen, wie schön "echte, alte, antike
kaukasische und persische Teppiche sein können.
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